05.04.2018

GPV verdoppelt den Umsatz bis 2022

Bisher war das Wachstumsziel für 2020 eine Steigerung des Umsatzes auf 1,5 Mrd. DKK. Die positive Entwicklung hat jedoch das Wachstumsziel des Managements und der Eigentümer noch weiter erhöht.

Der dänische Elektronikhersteller will in den kommenden Jahren das Wachstum weiter beschleunigen. Das Unternehmen wurde 2016 von Schouw & Co. erworben. Seitdem hat die GPV-Gruppe mit Hauptsitz in Tarm, Dänemark, sein hohes Tempo gehalten. 2016 betrug der Umsatz 877 Mio. DKK, der 2017 durch organisches Wachstum und Akquisitionen um rund 30% auf 1,15 Mrd. DKK gesteigert werden konnte. Das Wachstumsziel für 2020 war bisher ein Umsatzanstieg auf 1,5 Mrd. DKK. Die positive Entwicklung hat jedoch das gesteckte Ziel noch weiter erhöht:

- "Um ehrlich zu sein waren wir überrascht, wie schnell sich die Dinge entwickelt haben. Die Erklärung ist ganz einfach, dass die Nachfrage sowohl von bestehenden Kunden als auch von Neukunden unsere Erwartungen übertroffen hat. Damit sind wir in einer günstigen Position, die wir als Plattform zur Realisierung eines noch ehrgeizigeren Wachstumsplans nutzen werden", erklärt Bo Lybæk, CEO von GPV.

GPV ist auf EMS (Electronic Manufacturing Services) spezialisiert. Die Hauptprodukte sind Elektronik, Mechatronik (eine Kombination aus Elektronik, Software und Mechanik) und High-Precision-Mechanics. GPV verfügt über einen einzigartigen Zugang zum B2B-Markt, der am besten als "High-Mix / Low-Medium-Volume" (HMLM) bezeichnet wird. GPV bietet eine Vielzahl hochentwickelter High-Tech-Produkte und -Kompetenzen, die Kunden in kleinen oder mittleren Serien bestellen können - sowohl als elektronische Baugruppe sowie auch als Komplettprodukt (Box-Build-Lösungen).

Wachstum durch erhebliche Investitionen

Das Wachstum zielt wie bisher auf organisches Wachstum und Akquisitionen ab. Heute beschäftigt GPV rund 1.400 Mitarbeiter in den Werken in Bangkok (Thailand), Guadalajara (Mexiko) sowie in Tarm und Aars (Dänemark). In den letzten 18 Monaten hat GPV hunderte Millionen DKK in Kapazitätserweiterungen in den genannten drei Ländern investiert und ist derzeit dabei, weitere SMT-Fertigungslinien mit dem neuesten Standard in Dänemark und Mexiko in Betrieb zu nehmen:

- "In den letzten Jahren war unsere Investitionsquote deutlich höher als bei unseren Wettbewerbern. Wir haben den Willen und die Kraft gezeigt, im Markt eine Führungsrolle zu übernehmen und in und zusammen mit unseren Kunden zu investieren. Dies hat in den Jahren 2016 und 2017 einen entscheidenden Unterschied gemacht, und dies wird auch in Richtung 2022 einen entscheidenden Unterschied bewirken", so Mr. Lybæk weiter.

 

Insbesondere hat GPV die Elektronikproduktionsstätten im dänischen Aars ausgebaut. Das Unternehmen erwartet, dass dies in absehbarer Zeit zu mehr dänischen Arbeitsplätzen in der Elektronikbranche in Aars führen wird. Eine Kapazitätserweiterung ist auch in Mexiko in Planung, während eine grosse Erweiterung in Thailand geplant ist:

- "Heute haben wir in Bangkok rund 12'500 m2 Elektronikfertigung. Die Erweiterung auf 20'000 m2 soll bis 2020 angestrebt werden. Aus praktischen Gründen wird daher die gesamte Elektronikproduktion in den bestehenden Produktionsanlagen stattfinden. Wir werden eine neue Anlage für unsere Mechanikproduktion bauen, um den erforderlichen Raum zu schaffen. Dies wird unsere Gesamtkapazität um 60% erweitern, wobei der Schwerpunkt hauptsächlich auf Elektronik und etwas weniger auf Mechanik liegt", erklärt Mr. Lybæk.

Potenzial in Mitteleuropa

Jens Bjerg Sørensen, Präsident von Schouw & Co., freut sich über die positive Entwicklung von GPV. GPV passt gut zu den aktiven Eigentümern des Mischkonzerns:

- "Die Erfahrung hat gezeigt, dass dänische Industrieunternehmen am besten zu uns passen die ein grosses, unerfülltes Potenzial aufweisen, das über viele Jahre ausgebaut werden kann. Als wir GPV erwarben, zeigte unsere vorläufige Analyse, dass GPV dieses Potenzial hatte, und dies wird bereits durch den laufenden Transformationsprozess erfüllt. Unter anderem geht es um aktives Eigentum durch Industrie- und Entwicklungs-Know-how und durch die Zuführung von notwendigem Kapital", erklärt Herr Sørensen.

Anfang 2017 hat GPV das dänische EMS-Unternehmen BHE im dänischen Horsens erworben und hat bereits die Fähigkeit zur Integration eines erworbenen Geschäfts gezeigt. Schouw & Co. und GPV könnten sich auch strategische Akquisitionsmöglichkeiten in Zentraleuropa vorstellen. Bo Lybæk stellt klar:

- "Heute sind wir in Asien, Nordeuropa und Amerika und sehen ein Potenzial, auch in Mitteleuropa präsent zu werden. Daher prüfen wir die Übernahme eines Unternehmens mit bestehenden Produktionsanlagen und einem Kundenportfolio. Skalierungseffekte sind für einen EMS-Anbieter ausschlaggebend. Dies gilt auch für uns, wenn wir an das Potenzial in Mitteleuropa denken", schließt er.