31.10.2018

GPV akquiriert die schweizerische CCS Group

GPV - der größte EMS-Hersteller (Electronic Manufacturing Services) Dänemarks - der im Besitz des dänischen Industriekonglomerats Schouw & Co. steht – übernimmt das Schweizer EMS-Unternehmen CCS. Mit der Akquisition steigert die GPV-Gruppe ihren Umsatz um DKK 1,4 Mrd. (EUR 190 Mio.) auf etwa DKK 2,6 Mrd. (EUR 350 Mio.) und verschafft sich damit eine Position unter den führenden EMS-Herstellern Europas.

Im Zuge dieses Erwerbs entsteht ein starker, globaler EMS-Anbieter mit rund 3.700 Mitarbeitern und Produktionsstandorten in Asien, Europa und Amerika, der jährlich insgesamt etwa DKK 2,6 Mrd. umsetzt. Gegenwärtig befindet sich CCS im Besitz eines vom Schweizer Patrimonium beratenen Kapitalfonds.


Beide Unternehmen zeichnen sich durch überaus solide Leistungen in den vergangenen Jahren aus. So konnte die GPV ihren Umsatz 2017 auf beinahe DKK 1,2 Mrd. und ein EBITDA von rund DKK 100 Mio. steigern, während die etwas größere CCS 2017 gut DKK 1,4 Mrd. umsetzte und ein gleich höhes Ergebnis erzielte. CCS und GPV beschäftigen heute 2.300 bzw. 1.400 Mitarbeiter und sind im EMS-Bereich mit Elektronik, Mechatronik, Feinmechanik und Kabelproduktion als primäre Schwerpunktbereiche tätig.


GPV CEO Bo Lybæk explains: “At the beginning of 2018, we announced a new and ambitious growth plan for GPV with a revenue target of DKK 2.5 billion by 2022. Things have evolved faster than we had expected, and now, we have signed an agreement to acquire CCS that will both allow us to meet our strategic ambition and to create an EMS leader in electronics focused on box-build and mechatronic products.”


„Wir freuen uns darauf, Teil der GPV zu werden, die wir in der Branche als kompetenten und hoch qualifizierten Spieler zu schätzen wissen“, stellt Thomas Kaiser, CEO der CCS Group, fest und fährt fort: - „Gleichzeitig legen wir großen Wert darauf, dass der Eigentümer der GPV, Schouw & Co., der für seine strategischen und langfristigen unternehmerischen Ansätze bekannt ist, über die finanzielle Stärke verfügt, um in das Wachstum und die weitere Entwicklung unseres Unternehmens zu investieren“.


Stark aufgestellter EMS-Konzern im Segment HIGH-MIX/LOW-Volumen


Sowohl GPV als auch CCS sind bei der Betreuung des HMLV-Segments (HIGH-MIX/LOW-Volume) am EMS-Markt bisher sehr erfolgreich. Beide Unternehmen bieten ihren Kunden elektronische Teillösungen und Fertigprodukte (Box-Build) in High-mix- bzw. -low-volume-Serien an und erfreuen sich in diesem spezifischen Elektronikfachbereich einer steigenden Nachfrage:


„In vieler Hinsicht sind sich die GPV und CCS recht ähnlich. So zeichnen sich beide Unternehmen durch exzellenten Kundendienst aus, und wir verfügen jeweils über flexible Produktionsanlagen, die uns zu einem leistungsstarken Partner für die von unseren Kunden nachgefragten kleinen und mittelgroßen Serien machen. Wir sehen in der weiteren gezielten Ausrichtung auf das HMLV-Segment ein beachtliches Potential“, setzt der CEO der GPV, Bo Lybæk, fort.


„Indem wir unsere Kräfte nun vereinen, schaffen wir einen in jeder Hinsicht stärkeren EMS-Konzern: Die CCS verfügt über ihr eigenes Produktdesign sowie eine eigene Entwicklungsabteilung und fertigt auf Kabelkonfektionierung spezialisierte Kabelprodukte, während die GPV über die Fertigung mechanischer Produkte hinaus eine umfangreiche Abteilung für Testentwicklung betreibt und darüber hinaus am amerikanischen Markt präsent ist. In der Wertschöpfungskette wird die gemeinsame Organisation innerhalb der Marktbereiche von GPV und von CCS künftig eine wesentlich stärkere Position einnehmen“.


Heute haben die meisten Kunden der GPV ihren Hauptsitz in Nordeuropa, während die CCS-Kunden überwiegend im deutschsprachigen Teil Europas zu Hause sind. Die GPV verfügt über Produktionsstandorte in Dänemark, Mexiko und Thailand, während die CCS Produktionsanlagen in der Schweiz, Deutschland, Österreich, der Slowakei, Sri Lanka und China unterhält. Die GPV verfolgt bereits seit längerer Zeit das strategische Ziel, eine Best-cost-Struktur auf dem europäischen Kontinent aufzubauen, und somit ergänzen sich die GPV und CCS mit ihren jeweiligen Standorten verteilt auf drei Kontinente und die wichtigsten Best-cost-Regionen perfekt.


Hauptsitz in Dänemark


Nach der Übernahme setzt der neue, größere EMS-Konzern seine Tätigkeit unter der Firma GPV vom Hauptsitz in Dänemark aus fort. Die Kunden der CCS werden auch weiterhin von den Niederlassungen und Mitarbeitern der CCS in der Schweiz, Deutschland und Österreich etc. betreut und beiderseits besteht der Anspruch, die Position des neuen Unternehmens nachhaltig zu festigen und weiter auszubauen.

„Es liegt auf der Hand, dass Größe einen Unterschied macht. Unser Einkaufsvolumen und unsere Produktionskapazität verdoppeln sich, und zusammen werden wir unsere Position am Markt zusätzlich ausbauen. Wir werden die erforderliche Stärke und Kapazität besitzen, um dem gesamten Kundenkreis ein noch vielfältigeres Leistungsangebot anbieten zu können“, betont Bo Lybæk, der in der neuen Organisation als CEO des Konzerns tätig sein wird, während Thomas Kaiser nach wie vor die CCS leiten und für die Integration des Unternehmens in den neuen Konzern zuständig sein wird.

Starker Wille zu Investition in Wachstum


Auch bei Schouw & Co. im dänischen Aarhus zeigt man sich mit der Akquisition der CCS Group überaus zufrieden. Für die sich im Besitz von Schouw & Co. befindlichen Unternehmen haben sich aktive Eigentümerschaft und ein starker Wille zu Investition in Wachstum bereits als die ganz richtige Formel bewährt; das gilt nicht zuletzt auch für die GPV:


„Seit Übernahme am 1. April 2016 investieren wir in das Wachstum der GPV. Anfang 2017 nahm GPV die Produktionstätigkeit in Mexiko auf, und später im gleichen Jahr wurde das dänische Unternehmen BHE, das ebenfalls in der Branche zu Hause ist, aufgekauft. Seither hat die GPV die Kapazitäten an sämtlichen ihrer Standorte erweitert, zuletzt in Thailand, wo derzeit der Ausbau der dortigen Produktionsanlage ansteht, ein Projekt, das allen Erwartungen nach 2020 abgeschlossen sein wird. Synergieeffekte spielen bei etlichen unserer Unternehmen eine maßgebliche Rolle, und dies gilt insbesondere für ein EMS-Unternehmen wie GPV“, erklärt der CEO von Schouw & Co., Jens Bjerg Sørensen.


Die Übernahme der CCS Group erfolgt erwartungsgemäß Ende des Jahres 2018 und wird somit ab einschließlich 2019 vollumfänglich wirksam.


Über GPV


Die 1961 gegründete GPV ist heute der größte Elektronikhersteller Dänemarks. Als auftraggeberorientiertes EMS-Unternehmen (Electronic Manufacturing Services) stellt GPV weltweit hochmoderne elektronische Lösungen und Mechatronik bereit. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Dänemark. Produktionseinrichtungen gibt es in Dänemark (in Tarm und Aars), Thailand (Bangkok) und Mexiko (Guadalajara). GPV erzielte 2017 Umsatzerlöse in Höhe von DKK 1,2 Mrd. (EUR 160 Mio.) und beschäftigt rund 1.400 Mitarbeiter, hiervon ca. 85 Prozent in Thailand und Mexiko. Seit dem 1. April 2016 gehört GPV dem dänischen Industriekonzern Schouw & Co. an (www.gpv-group.com und www.schouw.dk).


Über die CCS Group


Die CCS Group wurde 1985 in der Schweiz unter der Firma Formatest AG gegründet. Vom Hauptsitz im schweizerischen Lachen aus hat sich das Unternehmen auf Elektronikproduktion, Kabelproduktion und Systemintegration spezialisiert und betreibt Produktionsstätten in der Schweiz, Deutschland, Österreich, der Slowakei, Sri Lanka und China. Die CCS Group erzielte 2017 Umsatzerlöse in Höhe von DKK 1,4 Mrd. (EUR 190 Mio.) und beschäftigt rund 2.300 Mitarbeiter, hiervon ca. 50 Prozent in Europa; die übrigen Mitarbeiter sind in Sri Lanka und China beschäftigt. Gegenwärtig befindet sich die CCS im Besitz eines vom Schweizer Patrimonium beratenen Kapitalfonds. www.ccsedms.com und www.patrimonium.ch.


Für weitere Auskünfte wenden Sie sich gern an:
• Jens Bjerg Sørensen, CEO, Schouw & Co., tel. +45 8611 2222
• Bo Lybæk, CEO, GPV International, dir. tel. +45 2128 8797