11.11.2021

Zwischenbericht Q3 2021: GPV erzielt Wachstum trotz globaler Material- und Logistikengpässe

Am 11. November 2021 hat die GPV ihren Zwischenbericht für das dritte Quartal 2021 vorgelegt. Der in Dänemark ansässige europäische Top-10-Elektronikhersteller hat dank einer hohen Kapazitätsauslastung neue Rekorde aufgestellt und hebt zudem seine Prognose für das Gesamtjahr an. Damit stellt die GPV abermals ihre Fähigkeit unter Beweis, auch in Zeiten globaler turbulenter Lieferketten sicher zu navigieren.

Der Elektronikhersteller GPV, der zum dänischen Industriekonglomerat Schouw & Co. gehört, der an der dänischen Nasdaq Copenhagen notiert ist, hat heute seinen Zwischenbericht für das dritte Quartal 2021 vorgelegt. Laut CEO der GPV, Bo Lybæk, kommt der Bericht zu einer Zeit, in der globale Materialknappheit, steigende Preise und logistische Herausforderungen einen neuen Höhepunkt erreichet haben:

„Die weltweite Nachfrage nach einer breiten Palette von Elektronikprodukten ist nach wie vor viel höher als das derzeitige Angebot, und im dritten Quartal haben die globalen Materialengpässe und die internationalen logistischen Herausforderungen sogar noch zugenommen. Das hat die Marktsituation in vielerlei Hinsicht auf den Kopf gestellt", erklärt er und fährt fort:

„Deshalb haben wir sehr viel Zeit auf einen Dialog mit Kunden und Lieferanten verwendet, gleichzeitig aber auch unsere Produktion und Lagerbestände optimiert, um unsere Produktion, sobald die Komponenten in unseren Fabriken eintreffen, bestmöglich abschließen zu können. Dieses Kapazitätspuzzle haben wir bisher sehr gut gemeistert und das ist einer der Gründe dafür, warum wir in den ersten drei Quartalen 2021 Rekordergebnisse bei Umsatz und Gewinn erzielt haben und darüber hinaus in der Lage sind, unsere Ganzjahresprognose anzuheben.“

Im dritten Quartal 2021 erzielte GPV einen Umsatz von 799 Millionen DKK, was einem Rückgang von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Im dritten Quartal 2020 lieferte GPV den größten Teil eines großen Med-Tech-Auftrags für Beatmungsgeräte aus und es ist positiv zu sehen, dass GPV im dritten Quartal 2021 eine stärkere Nachfrage von einer breiteren Palette von Kunden erfährt. Aufgrund einer sehr hohen Kapazitätsauslastung an allen Standorten und der zunehmenden Nachfrage seitens eines breiteren Kundenkreises erzielt das Unternehmen schließlich ein Ergebnis (EBITDA) in Höhe von 102 Millionen. DKK.

In den ersten neun Monaten des Jahres 2021 hat GPV 2,3 Milliarden. DKK umgesetzt gegenüber 2,2 Milliarden. DKK im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Auch das Ergebnis (EBITDA) konnte gesteigert werden, und zwar von 191 Millionen. DKK in den ersten drei Quartalen 2020 auf 254 Millionen. DKK in diesem Jahr. Dies ist das höchste Niveau aller Zeiten und führt nun zu einer Aufwärtskorrektur für das Gesamtjahr. GPV erwartet für 2021 einen Umsatz in der Größenordnung von 3,0-3,1 Milliarden. DKK gegenüber den zuvor angekündigten 2,9-3,0 Milliarden. DKK. Ebenso erhöht das Unternehmen aufgrund eines sehr hohen Auftragsbestands seine Gewinnerwartung von bisher 260-300 Millionen. DKK auf 300-320 Millionen. DKK:

„Unser Auftragsbestand hat sich in den letzten 12 Monaten fast verdoppelt. Das spiegelt die ganz besondere Situation wider, in der sich sowohl der Markt als auch wir befinden. Das hohe Niveau ist zum einen darauf zurückzuführen, dass wir unsere Kunden gebeten haben, ihren Bedarfshorizont zu verlängern und zum anderen auf eine allgemein zunehmende Geschäftstätigkeit,” führt Bo Lybæk weiter aus.

Er erläutert, dass die GPV in enger Zusammenarbeit mit ihren Kunden beschlossen hat, ihre Lagerbestände, um rund 400 Millionen DKK zu erhöhen, um ein hohes Maß an Flexibilität gewährleisten zu können. Das bedeutet jedoch nicht, dass die GPV ihre eigenen Ziele, stets pünktlich zu liefern, immer einhalten kann, denn derzeit ist das schlichtweg nicht möglich:

„Es tut weh, einen Kunden anzurufen und eine Lieferverzögerung mitteilen zu müssen. Leider haben wir das in letzter Zeit oft erlebt, und obwohl wir immer pünktlich liefern wollen, haben wir es hier mit etwas Größerem zu tun. Zum Glück gibt es dafür viel Verständnis, solange wir alles in unserer Macht Stehende tun,” so Bo Lybæk.

Zur Bewältigung der Herausforderungen hat die GPV diverse Maßnahmen ergriffen. Eine der Initiativen besteht darin, die Leistungen im Bereich Produkt-Redesign hervorzuheben und Komponenten, die nur schwer zu beschaffen sind, durch verfügbare Komponenten zu ersetzen. Darüber hinaus startet GPV nun ein umfangreiches, strategisches Vertriebs- und Betriebsplanungsprojekt, um sicherzustellen, dass Wissen und Daten gesammelt werden, um bei der Bedarfsplanung und -steuerung künftig noch intelligenter vorgehen zu können.

Umsetzung ehrgeiziger Wachstumspläne
Die GPV hat ihre Produktionskapazität an den aktuellen Produktionsstandorten in Dänemark, der Schweiz, Deutschland, Österreich, der Slowakei, Thailand, Sri Lanka und Mexiko im laufenden Jahr bereits erheblich erweitert.

Darüber hinaus erfolgte im Oktober der erste Spatenstich zum Bau eines neuen Werks in Sri Lanka, das die bestehende Elektronikfabrik ersetzen wird. Der Bau soll Anfang 2023 abgeschlossen sein und wird die Fabrikfläche um 40 Prozent vergrößern.

In einigen Monaten wird die GPV auch den Bau einer neuen Mechanikfabrik in Thailand beginnen, die Anfang 2023 fertiggestellt sein soll. Diese Fabrik wird dabei auch die Elektronikkapazitäten der GPV in Thailand erhöhen, da durch den Bau bereits vorhandene Quadratmeter für eine verstärkte Elektronikproduktion freigemacht werden:

„Obwohl wir die meiste Zeit damit verbringen, die akuten Herausforderungen in der Lieferkette zu bewältigen, sind wir uns sehr bewusst, unsere langfristige Planung und Entwicklung nicht zu vernachlässigen. Wir wissen nicht, wann sich die Situation wieder normalisiert, aber wir wissen, dass dies irgendwann geschehen wird und wir haben sowohl die Stärke als auch den Willen, uns auf langfristiges Wachstum vorzubereiten. Wir glauben, dass wir hier einen Wettbewerbsvorteil haben,” sagt Bo Lybæk abschließend.