05.11.2020

Zwischenbericht Q3 2020: GPV erhöht seine Prognose für 2020

Das dänische Unternehmen GPV, einer der 10 größten Elektronikhersteller Europas, hat im dritten Quartal 2020 ein kräftiges Umsatz- und Gewinnwachstum verbucht. Aus diesem Grund wurden die Erwartungen für das Jahr insgesamt angepasst.

Der größte Elektronikhersteller Dänemarks, GPV – Teil des dänischen Industriekonglomerats Schouw & Co. – verzeichnete im dritten Quartal 2020 eine wachsende Nachfrage in ausgewählten Kundensegmenten. Der Umsatz stieg im dritten Quartal auf 836 Millionen DKK, was einem Anstieg um 13 Prozent gegenüber dem Umsatz von 741 Millionen DKK im Vorjahreszeitraum entspricht. Im selben Zeitraum stiegen die Einnahmen (EBITDA) um 50 Prozent von 56 Millionen DKK im dritten Quartal des Vorjahres auf 84 Millionen DKK in diesem Jahr:

- Wie bereits im Bericht für das zweite Quartal dargelegt, haben wir das erste Halbjahr trotz der Corona-Pandemie gut überstanden. Aber wir hatte nicht erwartet, dass das dritte Quartal so gut werden würde. Wir haben sowohl steigende als auch abnehmende Nachfrage in unseren unterschiedlichen Kundensegmenten erlebt, aber insgesamt konnten wir den Umsatz um 13 Prozent und die Einnahmen um 50 Prozent steigern. Angesichts der Umstände sind wir mit den Ergebnissen zufrieden, erklärt CEO Bo Lybæk am Hauptsitz von GPV in Vejle, Dänemark.

Das aktuelle Wachstum lässt sich insbesondere auf eine Bestellung im dreistelligen Millionenwert von einem Ventilatorenhersteller zurückführen. Der Großteil der Bestellung, die eine starke Auswirkung auf Umsatz und Gewinn hatte, wurde im dritten Quartal ausgeliefert und in Rechnung gestellt.

- Kompetenzen, engagiertes Arbeiten und etwas Glück waren die Faktoren, dank derer wir den Auftrag relativ schnell annehmen und ausliefern konnten. Es handelt sich jedoch um eine Bestellung, die der Coronavirus-Krise und einer damit einhergehenden ungewöhnlichen Nachfrage nach Ventilatoren zuzuschreiben ist. Aus diesem Grund gehen wir nicht davon aus, in Zukunft ähnliche Aufträge zu erhalten, so Bo Lybæk.

- Aus meiner Sicht haben wir den Auftrag aufgrund unseres guten Rufs bei diesem Kunden und der Branche erhalten, in der wir herausragende Ergebnisse mit einer hohen Produktvielfalt und kleinen bis mittleren Stückzahlen erzielen. Das heißt, wir sind agiler als die größten Unternehmen der Branche und haben gleichzeitig eine größere Kapazität als kleine oder mittelständische Unternehmen, die einen Auftrag dieser Größe nicht so schnell umsetzen können. Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, unserer globalen Organisation dafür zu danken, dass wir es geschafft haben, während der Coronavirus-Krise aufeinander zu achten und gleichzeitig unsere Produktion und andere Bereiche aufrecht zu erhalten. Das macht mich sehr stolz, denn es zeigt, dass wir eine starke und etablierte Kultur in den verschiedenen Ländern und Kontinenten haben.

Bo Lybæk fügt hinzu, dass sich die vier größten Marktsegmente von GPV 2020 sehr unterschiedlich entwickelt haben. Der Bereich Medizintechnik wächst, während das Transportsegment geschrumpft ist. Hier beliefert GPV die Baugeräteindustrie, die eine geringere Nachfrage verzeichnet. Im Segment Instrumente und Industrie, dem größten Segment für GPV, laufen die Geschäfte für einige Kunden gut, für andere jedoch nicht so gut. Das gleiche gilt für das Cleantech-Segment, in dem einige Kunden mit Investitionen zögern, während andere aufgrund der globalen Klimabewegung schnell wachsen.

GPV blickt weiter in die Zukunft
Sowohl das Management als auch die Mitarbeiter von GPV werden die Entwicklungen im Blick behalten und sich auf die jeweilige Situation einstellen. Derzeit ist Europa ebenso wie andere Regionen der Welt von der zweiten Corona-Welle betroffen und die zukünftige globale Entwicklung ist weiterhin unsicher.

GPV hat einen weltweiten Wettbewerb an seinen Standorten in Dänemark, der Schweiz, Österreich, Slowenien, Deutschland, Thailand, Sri Lanka, China und Mexiko gestartet, um Projekte zu identifizieren, die Automatisierung und Produktivität in der Organisation steigern können. Es wurden insgesamt 31 Projektvorschläge eingereicht, von denen 19 demnächst an unterschiedlichen GPV Standorten umgesetzt werden. GPV verbessert darüber hinaus seine digitalen Möglichkeiten, um den Verkauf durch Online-Kundenbesuche zu unterstützen und somit die Möglichkeiten für neue Produkteinführungen und Online-Prüfungen trotz der Einschränkungen für persönlichen Treffen und Geschäftsreisen zu verbessern:

- Für uns ist es weiterhin wichtig, unseren Kunden in entscheidenden Situationen die Hand zu reichen, und eingeschränkte Möglichkeiten für persönliche Treffen können die Entwicklung unseres Unternehmens hemmen. Dagegen möchten wir ankämpfen: Wir wollen das Beste aus einer herausfordernden Situation machen und eine bessere Online-Erfahrung Beratung bieten als unsere Wettbewerber. Wir alle befinden uns in derselben Situation und müssen daher weiter daran arbeiten, die agilste und beste Servicedienstleistung in unserem Bereich zu liefern, schließt Bo Lybæk.

Nach der starken Leistung im dritten Quartal erhöht GPV seine Prognose für das gesamte Jahr 2020. Es wird nun davon ausgegangen, dass der Umsatz dem von 2019 entsprechen wird, als er zwischen 2,8 und 2,9 Milliarden DKK lag, im Vergleich zur vorherigen Prognose von 2,7 Milliarden DKK. Die Einnahmen (EBITDA) werden voraussichtlich im Bereich von 230 bis 250 Millionen DKK gegenüber der vorherigen Prognose von 200 bis 230 Millionen liegen. Mit Blick auf 2021 geht GPV davon aus, im ersten Halbjahr 2021 Umsätze und Einnahmen wie im ersten Halbjahr 2020 erzielen zu können.

CEO Bo Lybæk

"Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, unserer globalen Organisation dafür zu danken, dass wir es geschafft haben, während der Coronavirus-Krise aufeinander zu achten und gleichzeitig unsere Produktion und andere Bereiche aufrecht zu erhalten. Das macht mich sehr stolz, denn es zeigt, dass wir eine starke und etablierte Kultur in den verschiedenen Ländern und Kontinenten haben."