14.08.2020

Zwischenbericht Q2 2020: Verbesserte Ergebnisse trotz Coronakrise

Trotz der weltweiten Coronakrise liefert der dänische Elektronikriese GPV im zweiten Quartal 2020 zufriedenstellende Ergebnisse. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum ist der Umsatz in der ersten Jahreshälfte 2020 zwar geringfügig gesunken, aber dennoch verzeichnet das Unternehmen mit einer Steigerung um 23 Prozent auf 108 Mio. DKK ein rekordhohes Betriebsergebnis.

Trotz anhaltender Coronakrise blickt GPV, als größtes EMS-Unternehmen Dänemarks und im Besitz des Industriekonglomerats Schouw & Co, mit Zufriedenheit auf das erste Halbjahr 2020 zurück. Zwar verzeichneten die meisten Geschäftssegmente geringfügige Umsatzeinbußen, aber dafür trugen die Umsatzsteigerungen im Bereich MedTech und Halbleiterindustrie positiv zum Ergebnis bei. Laut CEO Bo Lybæk haben die Größe, die Vielfalt der Geschäftsbereiche und die geographische Reichweite von GPV dem Unternehmen Vorteile gebracht:

Die Entwicklung im ersten Halbjahr 2020, insbesondere im zweiten Quartal, hat Ungewissheit um die Weltwirtschaft geschürt und die meisten Unternehmen vor Herausforderungen gestellt. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum verzeichnen wir geringfügige Umsatzeinbußen von 5 Prozent. Angesichts der gegenwärtigen Umstände werten wir das als zufriedenstellend“, erläutert er und setzt fort:

Was uns durch die Krise geholfen hat, ist die Kombination aus den breit gefächerten Geschäftsbereichen, in denen wir tätig sind, und unserer unglaublich flexiblen Organisation. Dadurch haben wir Ressourcen für jene Geschäftssegmente bereitstellen können, die am wenigsten von der Krise betroffen sind oder gar wachsen“.

Aufgrund des Lockdowns in China bzw. der in anderen Staaten angeordneten Restriktionen standen einzelne Produktionsstandorte der GPV vorübergehend ganz oder teilweise still. Keiner der Mitarbeiter des Konzerns hat sich bisher mit dem Coronavirus angesteckt, so dass der Elektronikhersteller während der Krise stets ein hohes Aktivitätsniveau aufrechterhalten konnte.

„Die Sicherheit unserer Kollegen ist unser oberstes Gebot und ich möchte gerne allen Mitarbeitern für die hervorragende Mitarbeit bei der Bewältigung der Krise danken. Ich weiß, wie besorgt alle während der Krise waren und bin wirklich stolz darüber, wie wir die Lage sowohl intern als auch extern gemeistert haben“, so Bo Lybæk.

Rekordergebnis
Trotz der sehr geringfügigen Umsatzeinbußen steigert das Unternehmen das Betriebsergebnis (EBITDA) im zweiten Quartal um ganze 48 Prozent und erzielt mit 62 Mio. DKK einen Rekordwert. Im ersten Halbjahr 2020 erreichte der Nettogewinn von GPV 108 Millionen DKK gegenüber 88 Millionen DKK im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Das verbesserte Ergebnis beruht auf einer Reduzierung der Betriebskosten sowie einer hohen Kapazitätsauslastung bei gewissen Produktlinien. Auch schlugen im Halbjahresbericht 2019 Integrationskosten im Zuge der Akquisition des schweizerischen Elektronik- und Kabelkonfektionierungsunternehmens CCS zu Buche.

„Die Reduktion von Kosten ist ein strategischer Schwerpunkt unseres Unternehmens und beinhaltet eine kontinuierliche Anpassung an die jeweiligen Marktanforderungen. Die Elektronikbranche operiert mit geringen Margen. Deshalb ist es für uns entscheidend, unseren Wettbewerbsvorteil auf dem globalen Markt zu erhalten“, erläutert Bo Lybæk.

Er fügt hinzu, dass Automatisierung und Digitalisierung ebenfalls Teil der Agenda sind, beides mit dem Ziel, die Kosten zu senken und das Serviceniveau gegenüber den Kunden zu verbessern. Deshalb lanciert GPV in der zweiten Hälfte 2020 ein neues Manufacturing Execution System (MES), das konzernweit an sämtlichen Produktionsstandorten implementiert wird. Ziel ist die weitere Verfahrensdigitalisierung und ein verbessertes Ressourcenmanagement, um die Produktionskapazitäten der dreizehn Produktionsstätten in Dänemark, der Schweiz, China, Thailand, Sri Lanka, der Slowakei, Österreich, Deutschland und Mexiko weiter zu optimieren.

Guter Grund für Optimismus
Trotz des unsicheren wirtschaftlichen Umfelds blickt GPV mit Zuversicht auf das Jahr 2020. Der Elektronikhersteller hat jüngst den Zuschlag für sechs größere Aufträge über einen gesamten dreistelligen Millionenbetrag erhalten und sichert sich damit einen künftigen Umsatz sowohl seitens bestehender als auch Neukunden. In den letzten Monaten haben sich die GPV-Auftragsbücher kontinuierlich gefüllt, und das stimmt optimistisch, so Bo Lybæk:

Natürlich verfolgen wir die Lage sehr genau und sind stets bereit, unsere Aktivitäten entsprechend der Entwicklung anzupassen. Das dritte Quartal zeichnet sich recht deutlich ab, aber zum vierten Quartal und in das Jahr 2021 hinein trübt sich die Transparenz zunehmend“, erläutert er und setzt fort:

„Wir sind davon überzeugt, dass ein Festhalten an den sehr engen Beziehungen, die wir zu unseren Kunden unterhalten, den besten Schutz gegen diese Ungewissheit bietet. Am Nischenmarkt für High-Mix/Low-Medium Volume-Produktion für Unternehmen am B2B-Markt, nehmen wir eine führende Position ein und beinahe täglich gewinnen wir neue Marktanteile hinzu.

Die Ganzjahresprognose der GPV war jüngst ausgesetzt worden, wird jedoch im aktuellen Halbjahresbericht der Schouw & Co wieder aufgenommen. Der Elektronikhersteller geht für das Jahr 2020 nunmehr von Umsatzerlösen in Höhe von 2,7 Mrd. DKK und einem EBITDA in der Größenordnung von 200-230 Mio. DKK aus. Dies unter dem Vorbehalt, dass sich die Coronasituation nicht maßgeblich verändert


Bo Lybæk, CEO: 

„Wir sind davon überzeugt, dass ein Festhalten
an den sehr engen Beziehungen, die wir zu unseren
Kunden unterhalten, den besten Schutz gegen diese Ungewissheit bietet. Am Nischenmarkt für High-Mix/
Low-Medium Volume-Produktion für Unternehmen
am B2B-Markt, nehmen wir eine führende Position
ein und beinahe täglich gewinnen wir neue Marktanteile
hinzu.