12.08.2021

Quartalsbericht Q2 2021: GPV liefert Rekordergebnis und verbucht rekordhohen Auftragseingang

Eine rekordhohe Kundennachfrage beschert dem in Dänemark ansässigen GPV-Konzern, der zu den führenden zehn EMS-Anbietern in Europa zählt, im ersten Halbjahr 2021 ein zweistelliges Umsatz- und Ergebniswachstum. Die Elektronikindustrie und andere Wirtschaftszweige haben weiterhin mit der weltweiten Materialknappheit zu kämpfen, die auch GPV vor Herausforderungen stellt. Durch die gezielte, strategische Steuerung von Beschaffung, Produktion und Vertrieb, kombiniert mit einer engen Kommunikation und einem hohen Maß an Transparenz ist es GPV jedoch gelungen, seine Kunden bestmöglich zu unterstützen. Gleichzeitig verbucht GPV rekordhohe Auftragseingänge und investiert hochgradig in einen Kapazitätsausbau, um der wachsenden Nachfrage zu entsprechen. GPV hält an seiner Umsatzprognose in der Größenordnung 2,9 bis 3,0 Mrd. DKK fest und hebt seine EBITDA-Prognose für das Jahr auf das Intervall 260-300 Mio. DKK an.

Der internationale Elektronikriese GPV hat heute seinen Zwischenbericht für das zweite Quartal 2021 vorgelegt und dabei für das erste Halbjahr Rekordergebnisse bekannt gegeben. So verzeichnet der Elektronikhersteller im ersten Halbjahr 2021 einen Umsatz von 1.504 Mio. DKK gegenüber 1.355 Mio. DKK im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das entspricht einer Steigerung um 11 Prozent. Auch das Gesamtergebnis (EBITDA) von 152 Mio. DKK gegenüber 108 Mio. DKK im Vorjahr hinterlässt einen überaus positiven Eindruck. Mit dieser Leistung zeigen sich CEO Bo Lybæk und die Geschäftsleitung denn auch überaus zufrieden:

„Anfang 2021 erlebten wir eine stark anziehende Nachfrage. Diese Entwicklung hat sich auch im zweiten Quartal fortgesetzt, und wir legen damit die beste Halbjahresbilanz aller Zeiten vor. Mit diesem Ergebnis sind wir natürlich sehr zufrieden, und ich möchte unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre qualifizierte Arbeit und ihr großes Engagement danken. Die Lieferengpässe sind nach wie vor problematisch. Täglich müssen wir agil sein, uns anpassen und die Koordination mit allen Standorten des Unternehmens sicherstellen. Die Zusammenarbeit von Beschaffung, Produktion, Vertrieb und Lieferung ist heute wichtiger denn je", erläutert er weiter.

GPV hat etliche Initiativen ins Leben gerufen, um die Folgen der derzeitigen weltweiten Materialknappheit und die daraus resultierenden logistischen Herausforderungen abzufedern. Wöchentlich trifft sich die Geschäftsleitung mit den lokalen Managementteams der größten Standorte des Konzerns, um die Führung und Verwaltung zu unterstützen und zu erleichtern, Wissen auszutauschen und zu koordinieren, wie die knappen Material- und Kapazitätsressourcen so optimal wie möglich eingesetzt werden können.

Dabei unterstützt GPV erfolgreich auch das Redesign von Produkten. Kann ein Produkt aufgrund von Materialmangel nicht hergestellt werden, so hilft GPV bei der Umgestaltung und Herstellung der Produkte eines Kunden bzw. setzt in enger Zusammenarbeit mit den Kunden alternative Komponenten ein. Im Erfolgsfall verschafft das dem Kunden einen erheblichen Wettbewerbsvorteil:

„Wir befinden uns aktuell in einer Situation, in der unsere Kunden aufgrund der Materialversorgungslage oft gezwungen sind, eine Neuentwicklung bestimmter Komponenten zu erwägen. In dieser Situation helfen wir bei der Neukonstruktion oder Suche nach vollwertigen Alternativen und verfügbaren Komponenten, um die Produktion letztendlich sicherstellen zu können. Kurz gesagt, wenn es uns gelingt, eine der derzeit größten Herausforderungen unserer Kunden zu minimieren, dann wirkt sich das positiv auf unseren Firmenwert und unser Wachstum aus,” bemerkt Bo Lybæk.

Während das Wachstum im vergangenen Jahr vor allem durch das MedTech-Segment angetrieben war, ist es nunmehr die steigende Nachfrage in den drei anderen Hauptsegmenten, Instrumente & Industrie, CleanTech und Transport, die maßgeblich zum Erfolg von GPV im ersten Halbjahr 2021 beigetragen hat. Die Weltwirtschaft erholt sich zunehmend nach der Coronavirus-Pandemie, und das hat GPV dazu veranlasst, die Kapazitäten an mehreren seiner Standorte auszubauen. Heute verfügt GPV über Produktionsstandorte in Dänemark, der Schweiz, Deutschland, Österreich, der Slowakei, Thailand, Sri Lanka, China und Mexiko. Allein in der ersten Jahreshälfte 2021 hat GPV an seinem Elektronikstandort in Thailand zwei neue komplette SMT-Linien sowie zwei neue THT-Linien in Betrieb genommen. Zwei ähnliche Anlagen werden voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2021 geliefert und in Betrieb genommen, wie auch in den letzten Monaten die Kapazität der bestehenden SMT-Linien in der Slowakei, Sri Lanka und Mexiko erweitert wurde.

Längerfristig ist in mehreren GPV-Produktionsstätten ein Kapazitätsausbau vorgesehen. So hat das Unternehmen als Ersatz für das bestehende Elektronikwerk in Sri Lanka den Bau eines neuen und größeren Werks begonnen, das Ende 2022 fertiggestellt sein wird. Darüber hinaus beginnt GPV Anfang 2022 den Bau eines neuen Mechanikstandorts in Thailand, mit voraussichtlicher Fertigstellung Anfang 2023:

„Im Zuge unserer langfristigen Wachstumsstrategie planen wir kontinuierlich weitere Kapazitätserweiterungen ein. Daraus ergeben sich nun große Vorteile, denn mehr Unternehmen planen heute Investitionen, etwa in neue SMT-Linien. Die ersten Linien wurden schon in Betrieb genommen, die nächsten sind bereits bestellt. Es war ein strategischer Schritt, zu investieren, denn wir wollten vermeiden, dass eine Lahmlegung von Anlagen uns letztlich daran hindern würde, die hohe Nachfrage unserer Kunden zu befriedigen. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir uns dadurch langfristig einen Vorteil verschafft haben,” führt Bo Lybæk weiter aus.

Er betont jedoch auch, dass etliche wesentliche Unsicherheitsfaktoren mindestens bis in die zweite Hälfte des Jahres 2021 hinein anhalten dürften. Zwar steht die Materialknappheit derzeit im Vordergrund, aber auch die damit einhergehenden steigenden Preise stellen zunehmend eine Herausforderung dar. In vielen Teilen Südostasiens steigt die Zahl der COVID-19-Fälle nun wieder an, was die Herausforderungen weiter verschärfen und die schwierige Lage verlängern könnte. Bislang ist die Produktion jedoch unberührt geblieben:

„Wir beobachten die Situation genau und stehen in engem Dialog sowohl mit unseren Standorten als auch den einzelnen Kunden. Jeder ist sich der Situation bewusst, und wir versuchen stets, transparent zu sein, um schnellstmöglich reagieren zu können. Alles in allem bin ich optimistisch und davon überzeugt, dass wir aus dieser beispiellosen Situation, in die wir und der Rest der Branche geraten sind, gestärkt hervorgehen werden”, sagt er abschließend.

Angesichts der positiven Entwicklung rechnet GPV für das Gesamtjahr 2021 weiterhin mit einem Umsatz in der Größenordnung von 2,9 bis 3,0 Mrd. DKK und hebt seine EBITDA-Prognose auf 260-300 Mio. DKK an.