06.03.2020

Pressemitteilung; Jahresabschluss 2019: GPV erzielt Umsatz von fast drei Milliarden dänischen Kronen

Die dänische GPV, einer der zehn größten Elektronikhersteller Europas, hat das Jahr 2019 mit einem Umsatz von 2,86 Milliarden dänischen Kronen abgeschlossen. Durch die Akquisition der schweizerischen CCS hat sich die Größe des Unternehmens mehr als verdoppelt, und das Unternehmen ist in eine neue europäische Liga aufgestiegen.

Der größte Elektronikhersteller Dänemarks, GPV, der sich im Besitz des Industriekonglomerats Schouw & Co, Aarhus, befindet, steigerte seine Umsätze 2019 auf 2,86 Milliarden dänische Kronen gegenüber 1,22 Milliarden im Vorjahr. Mit den erzielten Umsatzerlösen übertrifft das Unternehmen seine Ertragserwartung um gut 100 Millionen Kronen bzw. präsentiert eine Umsatzsteigerung von 134 Prozent.

Diese beträchtliche Verbesserung ist allem voran dem Kauf des schweizerischen Elektronikherstellers CCS Ende Dezember 2018 zuzuschreiben, der im Jahresabschluss 2019 erstmalig operativ erfasst ist:

- Ende 2017 beschlossen wir eine neue Wachstumsstrategie mit der Vorgabe, unseren damaligen Umsatz von 1,15 Milliarden Kronen innerhalb von fünf Jahren zu verdoppeln. Der Jahresabschluss 2019 belegt nun, dass wir dieses Ziel, auch durch die Übernahme der CCS, innerhalb kürzester Zeit erreicht haben. Zu verdanken ist das nicht zuletzt der gut gelungenen Integration von GPV und CCS, die am 7. Januar 2019 mit einer globalen Umbenennung in GPV begann, und mit der wir 2019 durchweg gezielt gearbeitet haben, erläutert CEO Bo Lybæk am neuen Hauptstandort der GPV in der dänischen Stadt Vejle.

GPV erzielte 2019 einen Ertrag (EBITDA) in Höhe von 196 Millionen dänischen Kronen gegenüber 114 Millionen im Vorjahr. Das Ergebnis liegt im erwarteten Prognoseintervall von 190-200 Millionen Kronen und fällt nach Einschätzung von Bo Lybæk zufriedenstellend aus – dies nicht zuletzt angesichts etlicher unternehmensexterner Herausforderungen:

- Im Ergebnis 2019 sind einige außerordentliche Aufwendungen eingeschlossen, darunter ein größerer Verlust in Millionenhöhe aufgrund der Kursentwicklung des thailändischen Baht, Herausforderungen an unserem Standort in Mexiko und natürlich die Integrationskosten. Trotzdem haben wir unser Ertragsziel von knapp 200 Millionen Kronen erreicht. Für mich ist das überaus zufriedenstellend, setzt er fort.

Weiter führt Bo Lybæk aus, dass auch der Handelsstreit zwischen China und den USA den Markt negativ beeinflusst hat, und einige große Kunden übten zunehmend Zurückhaltung, die im vierten Quartal jedoch vermehrt von Optimismus abgelöst wurde.

Größte unter den Kleinen und Kleinste unter den Größten
Qua ihrer Größe bieten sich „der neuen GPV” etliche Vorteile - nämlich als Größte unter den Kleinen und Kleinste unter den Größten. GPV ist heute auf der europäischen Top-10-Liste über die größten EMS-Unternehmen (Electronic Manufacturing Services) zu finden, was für die Kunden eindeutig vorteilhaft ist:

- Nach der Integration nimmt die GPV am Markt eine ganz besondere Position im Bereich High-mix/Low-medium-Volume ein. Das bedeutet unter anderem, dass wir so flexibel sind wie einige der kleineren Hersteller, gleichzeitig in Sachen Volumen und Kosteneffizienz aber auch mit einigen der Größten mithalten können. Diese Position haben wir in „der neuen GPV“ weiter gefestigt , unter anderem dank einer überaus gut ausgeführten Integration 2019“, so Bo Lybæk und erläutert weiter: 

- Auch möchte ich an dieser Stelle noch das zusätzliche Plus hervorheben, das mich persönlich besonders zufrieden stimmt - nämlich die Kombination von Gründlichkeit, für die die deutschsprachige Region ja bekannt ist, und hoher Flexibilität und Dynamik, die Skandinavien traditionell auszeichnet. Damit verfügt unser Unternehmen über eine ganz besondere Kultur und Plattform.

Über die Integration hinaus hat die GPV auch ganz gezielt in den Mittelpunkt gestellt, am Markt die Standards für Service-Exzellenz zu setzen, unter anderem in Sachen hohe Produktqualität, hohe Lieferzuverlässigkeit und schnelle Reaktionszeit. Zur Aufrechterhaltung dieser Position hat die GPV ein ambitioniertes Investmentprogramm für weitere Automatisierungen und zusätzliche Effizienzsteigerungen seiner Produktionsstätten in Dänemark, der Schweiz, Thailand, Mexiko, Deutschland, Österreich, der Slowakei, Sri Lanka und China ausgearbeitet. Aktuell hat GPV in ein 2.300 Quadratmeter großes Hochlager am Elektronikstandort in Thailand investiert. Dieses wurde soeben in Betrieb genommen, und im Laufe von 2020 stehen am Fabrikstandort in Sri Lanka der Ausbau auf 10.000 Quadratmeter sowie weitere Modernisierungen an. Der Ausbau soll 2021 abgeschlossen sein.

Auch wird GPV 2020 noch gezielter auf Querabsatz fokussieren, so dass der Kunde mehrere Leistungen gebündelt von GPV bezieht. Mit der Akquisition hat die GPV ihr Leistungsspektrum erweitert, unter anderem um Produkt- und Softwareentwicklung sowie Kabelkonfektionierung. Zusammen mit den Mechaniklösungen werden diese zusätzlichen Leistungen und Produkte nun allen Kunden angeboten, und laut Bo Lybæk ist es von entscheidender Bedeutung, dass alle Kunden - neue wie alte - das gesamte GPV- Leistungsangebot kennen.

Aktualisierte strategische Zielsetzung
Die GPV hat ihre Zielvorgabe 2022 bereits 2019 erfüllt und implementiert nun die neue und aktualisierte Geschäftsstrategie „Winnig our Future”, die mit einem Umsatzziel von 4 Milliarden Kronen die Stoßrichtung für ein markantes Wachstum vorgibt:

- Es ist ganz maßgeblich, dass die GPV ihr Wachstum durch kontinuierliche Fokussierung auf solide Erträge fortsetzt, erläutert Bo Lybæk.

Die Strategie umfasst eine Reihe von ESG-Maßnahmen (Environmental, Social und Governance), darunter auch präzise Zielsetzungen für eine weitere Reduzierung des Energieverbrauchs, für eine laufende Verringerung der Unfallrate (meldepflichtige Unfälle je 1 Million Arbeitsstunden) bzw. eine Aufrechterhaltung des gegenwärtigen Niveaus von 2,7. Darüber hinaus wird sich die GPV auch mit einer Analyse ihres gesamten CO2-Footprints befassen.

Damit sind für das Jahr 2020 positive Erwartungen aufgestellt - dies nicht zuletzt nach einem vierten Quartal 2019, in dem sich der Markt wieder erholt hat. Die aktuellen Herausforderungen rund um Covid-19 könnten diese positiven Aussichten aufgrund der damit einhergehenden Unsicherheit um die globale Lieferkette allerdings trüben.

Mit einer Umsatzprognose von insgesamt 2,8 Milliarden dänischen Kronen geht GPV von einer flachen Umsatzentwicklung aus, schraubt die Erwartungen unter dem Strich jedoch auf ein höheres Intervall von 210-240 Millionen Kronen nach oben:

- 2019 sind Kosten angefallen, die wir 2020 in dieser Größenordnung nicht erwarten. Zudem verfügen wir über eine starke Pipeline, und es kommen laufend neue Aufträge hinzu, sowohl von bestehenden als auch neuen Kunden, weshalb wir 2020 ein besseres Ergebnis erwarten, schließt Bo Lybæk ab.